Gartentisch

6 Schritte zum hübschen Gartentisch

6 Schritte zum hübschen Gartentisch 1200 779 Parsley of Happiness

Die Zeit für „al fresco dining“ ist da! Voll gedeckter Gartentisch, Grillgeruch in der Luft und gute Freunde. Entgegen dem Glauben vieler Männer ist so ein Abend viel mehr, als mit einer Hand Fleisch auf den Grill zu schmeißen und eine Bierflasche in der anderen zu halten und abzuwarten bis die Steaks angemessen schwarz sind. So viel mehr …

Denkst du an das Wichtigste für deine Gartenparty?

6 Schritte zum hübschen Gartentisch

Die Zeit für „al fresco dining“ ist da! Voll gedeckter Gartentisch, Grillgeruch in der Luft und gute Freunde. Entgegen dem Glauben vieler Männer ist so ein Abend viel mehr, als mit einer Hand Fleisch auf den Grill zu schmeißen und eine Bierflasche in der anderen zu halten und abzuwarten bis die Steaks angemessen schwarz sind. So viel mehr …

Dekket hagebord på landet

Foto: Trine Saurstroe

Mit einem schönen Gartentisch ist halb gewonnen (vielleicht sogar ¾)

Ich denke ja gar nicht an die Beilagen, die Getränke, die Nachspeise, den Abwasch, die Saucen, die Eiswürfel und all das, was wir Frauen wissen, was zum Fleisch sehr wohl noch dazukommt.
Nein, ich widme mich ganz und gar dem Gartentisch. Denn, wenn der Tisch hübsch ist, ist der Rest nur Nebensache. Aber das ist ja meine Meinung.

Deko drinnen wie draußen

Gibt es einen Unterschied zwischen dem Gartentisch und dem Esszimmertisch in Sachen Deko? Nicht unbedingt, aber draußen kannst du ruhig zu gröberen Requisiten greifen. Ich komme später darauf zurück. Lass uns klein anfangen:

1. Hände weg von Einweg-Plastikgeschirr!

 

Besteck im Landhausstil

Foto: Trine Saurstroe

Das Rufzeichen tut mir jetzt leid, aber ich kann es nicht laut genug schrei(b)en. Deshalb halte ich dich hier gleich auf, ehe du losrennst und matchende Wegwerf-Plastikteller und –Besteck einkaufst.

Es ist wirklich unfassbar praktisch, wenn du es nachher einfach in den Müll werfen kannst und wie super kinderfreundlich es ist! Aber die 1990er sind schon längst vorbei.

Das erkennen wir auch vor allem daran (neben Low-Waist-Jeans und Arsch-Geweih), dass sich in den meisten Küchen ein Geschirrspüler befindet, so, das mit dem Abwasch wird sich schon lösen und das Geschirr hält mehr aus, als man für möglich hält.

Ich mag ja Camping sehr und es gibt in der Tat Fälle, wo Plastikgeschirr seine Berechtigung hat. Aber wir reden hier von einer Garten-Party. Und wo das Wort „Party“ vorkommt, gehört auch gutes Geschirr hin, wir sind ja schließlich keine 19 mehr. Wir holen brav das Geschirr von drinnen.

2. Tisch decken bevor die Gäste kommen

 

Dafür gibt es zwei Gründe.

Wenn der Tisch schon bevor die Gäste kommen gedeckt ist, sieht es zumindest bis alle ihre Handys abgelegt haben, hübsch aus. (Persönlich wünsche ich mir, dass Handys auf dem Esstisch bald in die Kategorie mit „mit dem Essen spielen“ oder „nicht mit vollem Mund reden“ aufgestuft wird. Handys waren nie dekorativ und werden es nie werden und haben auf dem Esstisch nichts verloren.)

Bis zum Ende bleibt der Gartentisch nicht jungfräulich sauber, so viel ist klar, aber jeder mag einen schönen Tisch, wenn auch nur für ein Foto. Es verbreitet gleich Stimmung, damit die Gäste sich gerne hinsetzen und auf einen gemütlichen Abend gestimmt werden.

Es ist zwar sehr ungezwungen und entspannt, wenn neben dem Grill ein Stapel mit Tellern steht und jeder nimmt sich was er will und setzt sich wohin er will. Aber wir halten ja kein öffentliches Zeltfest. Ist der Tisch schon gedeckt, setzen sich alle gut hin und bleiben zusammen.
Nur als Hinweis:

„Nein, nein, ich sitze bequem hier auf dem Blumentopf“

ist eine Lüge.

 

3. Tischdecke oder keine Tischdecke?

Gut, diese Frage wird die Menschheit nicht retten, aber deinen Gartentisch vermutlich schon.

Gartentisch in Blau und Grün

Foto: Trine Saurstroe

Es gibt es hier kein richtig oder falsch, aber eine Tischdecke kann einen alten Biertisch wie einen Galatisch aufwerten. Es ist wie ein gutes Make-up, im Handumdrehen haben sich Jahre von zu viel Stress und zu viel Sonne wie von einem Zauber in Luft aufgelöst. Natürlich musst du nachher mit 100%iger Sicherheit das Tischtuch waschen, aber was soll ich sagen: life’s a bitch.

Die restliche Deko kommt am besten zur Geltung, wenn du eine unifarbene Tischdecke, eine Damast-Tischdecke oder eine mit sehr wenig Muster verwendest.

Es muss nicht mal eine hochoffizielle Tischdecke sein. Vielleicht hast du alte Vorhänge herumliegen oder Bettwäsche. Ich habe viel mit der Hand bestickte Bettwäsche von meiner Oma geerbt, sie ist zu klein für das Bett, das ich heute habe, aber auf dem Gartentisch ist es der Hit.

Im schlimmsten Fall kannst du sogar ein Spannleintuch verwenden. Mach einen Knoten rein, damit der Gummi nicht sichtbar ist, Hauptsache die Tischfläche sieht schön und sauber aus.

Tischdecken aus Papier fühlen sich genauso gut an wie Plastikgeschirr, also eigentlich gar nicht.

Bist du in der glücklichen Lage, dass dein Gartentisch schön oder auf irgendeine Weise an sich dekorativ ist, kannst du gerne die Tischdecke weglassen. Ein rustikaler Gartentisch aus Holz mit Gebrauchsspuren, sieht meistens klasse aus. Plastiktische meistens nicht so.

Aber selbst bei einem schönen Gartentisch kann es sich lohnen, eine Tischdecke zu verwenden, denn somit sieht der Tisch jedes Mal anders aus.

 

4. Blumen

Die Überschrift sagt Blumen, aber im Grunde kann es alles sein, was du in eine Vase stecken kannst. Es muss nicht mal eine Vase sein. Eine Schale, viele kleine Schalen, ein kleiner Kübel, alte Blechdosen.

Alles ist erlaubt, aber wenn es eine Gartenparty ist, ist es schön, wenn du etwas Garten auf dem Tisch wiederfindest.
Aber aufpassen, ein schöner, stilistischer Strauß Schnittblumen vom Blumenladen ist hier fehl am Platz. Es ist besser, du sammelst Blumen von der Wiese oder dem Straßenrand.

Die Farben sind dann egal, Hauptsache natürlich. Es unterstreicht die Nostalgie und die natürliche Stimmung und der Gartentisch bekommt sofort Boho-Hippie-Flair, was momentan super in ist.

Sogar Brennnessel sieht gut aus. Du brauchst nur noch einen Freiwilligen, der sie pflückt … Viel Glück!

Ich bin kein Riesenfan von Löwenzahn, aber wenn wer beweisen kann, dass der Löwenzahn in einer Vase gut aussehen kann, nur zu! Jetzt sind ja Pusteblumen in einer Vase ein Hit auf Instagram geworden. Es sieht wirklich niedlich aus, ist aber an einem nicht ganz windstillen Tag für den Gartentisch wohl etwas gewagt.

Hast du Blumen und Grünzeug im Garten, ist das selbstverständlich das aller Einfachste. Mir hat es lange wehgetan, wenn ich nach viel Mühe und vielen gescheiterten Versuchen, endlich etwas im Garten zum Blühen gebracht zu haben, die Blumen abzuschneiden, um sie in eine Vase zu stecken. Mittlerweile bin ich darüber hinweg, die Blüten verblühen ja auch irgendwann, dann habe ich sie zumindest am Tisch genossen.

Korb mit Blumen über den Tisch hängen

Foto: Trine Saurstroe

Wenn du eine große Auswahl an Blumen hast, kannst du Blumen in gleichen Farbnuancen wählen, die vielleicht sogar zu den Servietten passen.

Aber das Grüne nicht vergessen. Die einzelnen Blumen sehen lieb aus für sich, aber in einem üppigen Strauß gehört das Grün dazu. Hier kannst du alles nehmen, es ist zum Beispiel eine gute Verwertung von Unkraut.

Sogar Brennnessel sieht gut aus. Du brauchst nur noch einen Freiwilligen, der sie pflückt … Viel Glück!

5. Zweckentfremdung am Gartentisch

Die Idee ist, die Deko und die Utensilien so aussehen zu lassen, als hättest du die Dinge aus dem Garten oder dem Gartenschuppen genommen, weil wir ja eben draußen sind und nicht alles zur Hand haben, was wir in der Küche für gewöhnlich haben.

Es ist freilich ein Blödsinn, weil die Küche 20 Meter entfernt ist, aber das ist die Illusion, nach der wir streben. Hier ist Kreativität gefragt und es gibt keine Grenzen. Damit du verstehst, was ich meine, hier ein paar Beispiele:

Statt die übliche Schüssel für den Salat nimm einen alten Trog, eine Waschschüssel aus Emaille oder einen Korb.
Eventuell stellst du die Glasschüssel einfach hinein, falls du nicht sicher bist, ob dein Gefäß lebensmittelecht ist.

Für die Getränke nimmst du eine alte Schubkarre oder eine Zinkwanne, füllst sie mit Eis, damit die Getränke kalt bleiben.

Als Anrichteteller können zum Beispiel alte, vergraute Holzbretter herhalten.

Saucen und Dips sehen in alten kleinen Blechdosen oder Marmeladegläsern entzückend aus.

Blumen können in alte grüne Wasserflaschen aus Glas gesteckt werden.

Extra Servietten oder Besteck in Terrakotta-Töpfen aufbewahren.

Kerzen auf einer Steinplatte mit Hühnerzaun herumgespannt

Holzplatte mit Lavendel und Rosmarin dekoriert

Foto: Trine Saurstroe

6. Schaffe einen Rahmen aus Deko

Die Gartentisch-Deko sollte aber nicht mit der Tischplatte aufhören.

Hier kommen zwei Elemente ins Spiel. Drinnen grenzen Wände und Decken den Raum ab. Die meisten von uns ziehen es vor, mit dem Rücken zur Wand zu sitzen, und wenn alle Türen offenstehen, wird das als unangenehm empfunden.

Ein abgeschlossener Bereich gibt uns ein Gefühl von Geborgenheit. Wenn dieser Bereich mit Wohlfühlelementen wie Stoffen, natürlichen Materialien und Licht gefüllt ist, haben wir den Jackpot geknackt. Feng Shui und so …

Im Garten gibt es nur vereinzelt Abgrenzungen wie den Zaun, die Hauswand, eine Hecke etc. Dafür gibt es genug natürliche Materialien, Bäume, Blumen. Wir sind also auf dem richtigen Weg, aber noch nicht ganz.

Das lässt sich aber schnell ändern. Egal ob der Gartentisch mittig auf dem Rasen oder an der Wand auf der Terrasse steht, mit ein wenig klug platzierter Deko hast du wieder deinen Wohlfühl-Ort.

Stell ein paar Blumentöpfe, aufgestellte Palletten, Laternen oder einen kleinen Beistelltisch oder eine Kiste um die Ecken oder entlang der Tischseite.
Es muss genug Platz zwischen Tisch und Deko sein, damit die Gäste sich gut bewegen können. Aber so nah, dass die Sitzgruppe angenehm abgegrenzt wird.

Eventuell kannst du Stecken in die Blumentöpfe hineinstellen und Lichterketten dazwischen hängen, das erhöht den Effekt noch mehr.

Falls du keinen großen Baum in einem noch größeren Garten hast, keine Panik, es geht den meisten so.

Es darf aber nicht zu viel sein. Die Deko sollte nicht mehr als an zwei Seiten des Tisches sein oder nicht mehr als an rund drei der Ecken vom Tisch. Schließlich sind wir im Freien und wollen nicht, dass die Gäste Platzangst bekommen.

Einer oder mehrere alte Teppiche (oder neue von mir aus) haben den gleichen Effekt. Auf den Teppichen ist „drinnen“, außerhalb der Teppiche ist „draußen“. Ein Teppich am Boden im Außenbereich hat einfach einen sehr hohen Kuschelfaktor.

Die Decke nicht vergessen

Die Decke wird als Dekofläche gerne unterschätzt, so auch im Garten. Doch dann hat sie so viel zu bieten.
Unter einem Baum ist immer der perfekte Ort, um einen Sitzplatz einzurichten.Hier gibt es am Tag einen angenehmen Schatten und am Abend kannst du mit Laternen oder Lichterketten für ausreichend Beleuchtung sorgen.

Falls du keinen großen Baum in einem noch größeren Garten hast, keine Panik, es geht den meisten so. Ein oder mehrere Sonnenschirme, eine Jalousie oder einfach die Decke über den Balkon können auch gut den Job übernehmen.

Je nachdem was vorhanden ist, hängst du Blumen, Kräuter, ein schönes Tuch oder Licht über den Tisch und du hast eine Decke mit Wow-Effekt.

Es ist im Grunde egal, was du aufhängst, wenn du in einem Baum etwas Heimeliges aufhängst, untermalst du den Effekt von einem Wohlfühlort. Hast du eine Putzdecke über dem Balkon oder der Terrasse, wirkt es sofort natürlicher und wohliger, wenn dort Lichter oder Blumen hängen.

Um eine Verbindung zwischen der Decke und den Wänden zu kreieren, hängst du am Außenrand von deiner „Decke“ (egal was es jetzt geworden ist) eine lange Deko, zum Beispiel Windspiele oder Traumfänger.

Und schon hast du für deine Gäste aus deinem Gartentisch eine Wohlfühl-Party mit Hit-Garantie geschaffen.

Soda, jetzt, wenn der wichtigste Job erledigt ist, lehnen wir uns zurück und warten bis ein Mann Fleisch auf den Grill wirft. Ihn sehr dafür zu loben nicht vergessen! 😉