Do-it-yourself-Projekt: Wände mit Stil
3D Wandpaneele von Orac Decor
Da habe ich noch eine Struktur-Variante ausprobieren können: 3D-Wandpaneele. Hier sind meine Erfahrungen und Tipps zu den 3D-Wandpaneelen von Orac Decor – und warum Wände mit Struktur wirklich einen Unterschied machen!

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3D-Wandpaneele macht “Nee” zu “Yeah”!
Ich experimentierte bereits des Öfteren mit Struktur an den Wänden. Glatte Putzwände sind meiner Meinung nach nur in ganz seltenen Fällen ein Highlight. Hier hatte ich auch noch dazu keine Fensterrahmen, also hätte ich die Struktur von woanders herholen müssen.
Ich wollte schon seit einiger Zeit 3D-Wandverkleidungen ausprobieren, habe aber auf den richtigen Raum gewartet. Denn diese Orac Decor Paneele passen perfekt zum Art Deco Stil und anderen urbanen Stilrichtungen. Landhausstil und andere rustikale oder klassische Einrichtungsstile sind vielleicht nicht der perfekte Match. Aber lass dich auf keinen Fall zurückhalten, wenn du willst, ist alles erlaubt.
Es gibt viele gute und spannende Produkte auf dem Markt, aber ich habe mit Orac-Produkten mehrmals gearbeitet– und immer mit guten Ergebnissen. Sie sehen schön aus und sind einfach zu verarbeiten, deshalb ist es wieder Orac geworden.

Runde Wand – flexible Paneele sind die Lösung
Diese Wand war nicht nur glatt und langweilig, sondern noch dazu eine langweilige, glatte, runde Wand. Man sollte glauben, dass eine runde Wand für genug Wow sorgen würde. Es war dem aber nicht so. Also brauchte ich etwas mit mehr Struktur und Tiefe.
3D-Wandpaneele lassen sich in der Regel schlecht biegen, was ein weiterer Grund war, warum ich mich für Orac Decor Wandpaneele entschieden habe. Den W109F Valley gibt es in einer flexiblen Variante (Flex) – und das hat viele meiner Probleme gelöst.

Bevor es losgeht:
Solche Wandpaneele zu verlegen sind wirklich einfach und du brauchst kaum Werkzeug.
Was du brauchst:
Kartuschenpistole – die Paneele werden mit Klebstoff aus Kartuschen befestigt, dafür brauchst du eine Spritze, daran führt leider kein Weg vorbei.
Säge – Handsäge, Stichsäge, Kappsäge, alle Arten von Sägen sind in Ordnung. Die Wandpaneele sind einfach zu sägen, und du brauchst für dieses Projekt nichts Ausgefallenes besorgen.
Eine Wasserwaage – eine normale analoge Wasserwaage oder ein Linienlaser, beides macht den Job. Vor allem muss das erste Paneel schnurgerade sein, das schaffst du nur mit einer Wasserwage. Alle weiteren Paneele hängen von diesem ersten Paneel ab.
Was du vorab überlegen solltest:
Gerade, glatte Wand? Glatt vegg? Ist deine Wand eben und glatt, ist alles gut. Die Paneele sind zum Kleben, und das muss die Wand zulassen. Zu rau, große Dellen, grober Strukturputz, Holzpaneele – das sind Dinge, die zu einem Problem werden könnten. Aber in den allermeisten Fällen ist deine Wand ganz in Ordnung.
Horizontal oder vertikal? Die 3D-Wandpaneele können sowohl vertikal als auch horizontal verlegt werden. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch, sondern bloß das, was du bevorzugst. Entweder was du am schönsten findest oder das, was am einfachsten ist, an deiner Wand zu verlegen.
Dies solltest du vor dem Kauf der Paneele entscheiden, denn es könnte entscheidend dafür sein, wie viel Material du brauchst.
Wo fängst du an? Es kann sich lohnen, kurz darüber nachzudenken, wo du anfangen solltest. Wenn du nicht über superfancy Werkzeuge verfügst, kann es schwierig sein, ein schönes Loch in der Mitte des 3D-Panels auszuschneiden, z. B. für Lichtschalter und Steckdosen. Das kannst du lösen, indem du den Stoß zwischen zwei Paneelen über den Lichtschalter gehen lässt. Dann musst du nur noch ein Stück an der Seite eines jeden Paneels ausschneiden. Hast du allerdings viele Lichtschalter und Steckdosen, ist dies wahrscheinlich nicht sehr praktisch. Aber es lohnt sich, sich darüber Gedanken zu machen.
Darüber hinaus kann es schwierig sein, ein langes, sehr schmales Stück Paneel auszuschneiden. Zum Beispiel neben dem Fensterrahmen o. Ä. Vielleicht ist es eine Überlegung wert, am anderen Ende anzufangen, damit die Verteilung der Paneele anders ausfällt und sie einfacher zu schneiden sind?

So verlegst du die 3D-Wandverkleidungen
Es ist so einfach, dass ich es nicht ewig erklären werde. Ich hinterlasse nur ein paar Tipps und Hints, die dir helfen könnten.
- Verwende beim ersten Paneel eine Wasserwaage und sei supergenau. Verlass dich nicht darauf, dass die Wand, die Ecke, der Boden oder sonstige Bauteile in der Waage sind. Alle Häuser sind mehr oder weniger schief. Aber wenn du beim ersten Paneel eine Wasserwaage verwendest, kannst du rechtzeitig alle diese Macken auffangen. Die Paneele verlegst du eng aneinander, somit ist bei allen weiteren Wandpaneelen die Ausrichtung gegeben.
- Spare nicht am Kleber. Hier gibt es keinen Grund zu sparen. Du brauchst an und für sich nicht viel Kleber, damit die Paneele gut sitzen. Dafür es ist nur mühsam, später basteln zu müssen, falls sich etwas lösen sollte.
- Unschöne Fugen können mit Spachtelmasse kaschiert werden. Solltest du einen unschönen Stoß bekommen, kannst Du ihn nachher ziemlich einfach mit Spachtelmasse wegmodellieren. Orac Decor hat dafür einen eigenen Decofiller, er funktioniert einwandfrei.
- Gib den Steckdosen und Lichtschaltern Platz zum Atmen. Die Stecker und Lichtschalter musst du aus den Paneelen aussparen. Im Nachhinein auf die Paneele draufsetzten, wie bei einer Tapete, ist zwar möglich, würde ich aber nicht tun
.
Es ist schöner, wenn du ein paar Zentimeter extra Freiraum rundherum lässt, anstatt die Aussparung im Panel genau wie die Größe der Schalter oder Steckdosen zu machen. Erstens sieht es vollgepackt aus, außerdem ist es nicht einfach, ein perfektes Loch um die Steckdosen zu schneiden. Und wenn es nicht 100% tight ist, kann es schnell schlampig aussehen. Machst du das Loch ein oder zwei Zentimeter größer, fällt es gar nicht auf, wenn das Loch nicht auf den Millimeter gerade ist.

Zum Schluss noch ein paar Tipps
Auch wenn die Paneele schon an der Wand hängen, bist du noch nicht ganz fertig.
-
- Der Querschnitt benötigt einen Abschluss. Unabhängig davon, ob du die Wandpaneele horizontal oder vertikal verlegst, braucht der Querschnitt einen Abschluss. Sonst sieht es unfertig aus.
Wenn dies nicht auf natürliche Weise geschieht, z. B. wenn der Querschnitt in einer Ecke oder unter einer Kante endet, solltest du überlegen, den Querschnitt mit einer Abschlussleiste zu schließen. - Verwende eine Fußleiste. Es ist eine Frage des Geschmacks und der Vorliebe, aber ich finde eine Fußleiste zwischen den Paneelen und dem Boden schöner als ohne. Es ist schwer zu erklären, aber es sieht stimmiger und mehr durchdacht aus.
- Die Paneele lackieren. Ja, die Orac Paneele sind weiß und werden womöglich auch weiß bleiben, du musst sie aber trotzdem streichen. Die gute Nachricht ist, dass sie sehr einfach zu streichen sind. Du kannst entweder einen Pinsel oder eine Spritze benutzen (mit einer Walze kommst du klarerweise nicht weit), und die Farbe haftet super auf den Paneelen.
- Der Querschnitt benötigt einen Abschluss. Unabhängig davon, ob du die Wandpaneele horizontal oder vertikal verlegst, braucht der Querschnitt einen Abschluss. Sonst sieht es unfertig aus.

3D-Wandpaneel oder nicht
Findest du, dass deine Wände ein langweilig aussiehen? Es kann an der fehlenden Struktur liegen! Es braucht nicht viel. Paneele können viel bewirken.
Sind aber 3D Wandpaneele nichts für dich?
Hier sind weitere Strukturideen, die vielleicht etwas besser zu dir passen:
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Sei kreativ und bis demnächst!

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