Großes Renovierungsprojekt – Vorher-Nachher-Fotos:
Das Arbeitszimmer und Gästezimmer kombinieren
In der Frisörwelt nennt man es Typveränderung. Aber sowas Ähnliches hat auch dieses Gästezimmer/Büro erlebt. Fast nicht wiederzuerkennen. Hier sind die Nachher-Vorher-Fotos.

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Das „Alleskönner“-Zimmer
Diesen Raum kennt jeder, dieses Gästezimmer/Arbeitszimmer/ehemaliges oder zukünftiges Kinderzimmer/Bügelzimmer/Stauraum-Verschnitt. Der keinen eindeutigen Zweck hat, jedoch alle Zwecke, die Bad, Küche und Wohnräume nicht erfüllen konnten, allein abdecken soll. Keine leichte Aufgabe, so sehen sie meistens aus.
Des Öfteren auch Nirvana genannt, nicht weil es das höchste der Glücksgefühle hervorbringt, sondern weil die Dinge hier drinnen am Ende ihrer Reise dort angekommen und jetzt “losgelöst von weltlichem Schmerz und menschlichen Treiben” sind. Sprich: Wir brauchen das meiste hier drin eigentlich nicht mehr – also misten wir aus oder verschenken die Dinge.
Es war so ein Zimmer, das als nächstes Projekt vor mir lag. Zugegeben, ich habe viele Nirvana-Zimmer gesehen, die unergründlicher waren und in denen größere Verbrechen begangen wurden als in diesem hier. Nichtdestotrotz gab es auch hier einiges, dem ein Facelift guttun würden.

Die klassische Arbeitszimmer-Gästezimmer -Kombo.
Es ist ein Klassiker. Hat man nach den notwendigen Zimmern – Bad, Küche, Schlaf- und Wohnzimmer – noch Räume übrig, stehen entweder die Waschküche oder die Büro-Gästezimmer-Kombo als nächstes an.
Arbeitszimmer und Gästezimmer kombinieren ist ja auch die perfekte Symbiose: Wenn man arbeitet, hat man in der Regel keine Gäste, und wenn man Hausgäste hat, sollte man weniger Zeit im Homeoffice verbringen. Sollte dir der letzte Punkt nicht ganz einleuchten, ist dieser Beitrag womöglich nichts für dich.

Was wir mit diesem Raum erreichen wollen:
Das Ziel war dreigeteilt, jedoch eindeutig:
1. ein Arbeitszimmer, in dem man auch wirklich gerne arbeitet,
2. ein Gästezimmer, in dem Gäste sich willkommen fühlen
3. und nach gründlichem Ausmisten: genug Stauraum für alles.
Also keine unmögliche Aufgabe
Ein praktisches und schönes Arbeitszimmer
Wenn der Raum voll Krempel ist, halte sich die Motivation und Kreativität meist in Grenzen. Andersrum muss erfahrungsgemäß gerade hier am meisten Zeug untergebracht werden. Offene Regale und ein Schreibtisch mit viel Stauraum sind eine Killer-Kombo:
Die offenen Regale verleihen dem Raum Leichtigkeit und das Gefühl, als hätte man allen Platz der Welt – Gedanken und Kreativität können sich frei entfalten. Der Schreibtisch sorgt für viel praktischen Stauraum und ist schön zugleich.
♣ Einen Schreibtisch brauchst du so oder so, einer mit tiefen Kästen oder Schubladen löst viele Probleme.
♣ Ein Rollcontainer kann auch viel retten, wurde hier allerdings nicht eingesetzt.
♣ Deko solltest du, soweit es geht, vermeiden. Du brauchst sie nicht, und sie nimmt nur unnötig Platz weg.
Investiere stattdessen lieber in schöne, praktische Gegenstände: hochwertige Ordner und schöne Aufbewahrungsboxen, einen eleganten Stifteköcher mit einheitlichen Stiften oder in einen edlen Locher oder Heftklammern.
Denk in Richtung Sachen, die du für deine Arbeit brauchst – aber schön und dekorativ. So kannst du sie griffbereit am Schreibtisch oder im Regal stehen lassen, und sie wirken gleichzeitig wie Deko.
Ein paar wenige persönliche Gegenstände, wie Fotos, Urlaubsmitbringsel oder Geschenke mit emotionalem Wert sind ok.
17 Kühlschrankmagnete, Osterdeko für alle Fälle oder jede Zeichnung, die das Kind von 2 bis 18 Jahren gemacht hat, ist hingegegen nicht ok.
Ein einladendes Gästezimmer
Wie viel Platz braucht ein Gast wirklich?
Ich sage immer, es ist nicht das Ritz, dafür ist es günstiger und (je nach Familie 😱) ist die Gesellschaft netter.
Für ein Paar ist eine 140 cm Matratze ausreichend. Hast du mehr Platz zu Verfügung, nur zu! Aber auf 140 cm kann man zu zweit superbequem ein paar Nächte Schlafen. Bei weniger als 140 muss das Paar schon sehr frisch verliebt sein, denn dann wird es wirklich kuschelig.
Besonders in einen Arbeitszimmer und Gästezimmer, wenn der Platz knapp ist, ist ein Schlafsofa oder auch ein Ausklappbett die perfekte Lösung. Es spart Platz und kann anderweitig genutzt werden, wenn keine Gäste da sind.
Schlafsofas haben meist keine richtige Matratze. Willst du deinen Gästen etwas Gutes tun, ist eine Übermatratze hier die Rettung.
Nachtkasten, Leselampe und einen Platz für Kleidung nicht vergessen!
Stauraum für alles
Schritt 1: Ausmisten
Die meisten meiner Einrichtungsprojekte fangen mit Ausmisten an. Ich will ja nicht behaupten, dass die Sachen, die ihr habt, Schrott sind. So direkt bin nicht mal ich. Aber…
Die allgemeine Erfahrung zeigt aber, dass wir alle viel zu viel Zeug haben.
Wir horten Dinge bis zum “Schieß mich tot”, weil wir sie theoretisch vielleicht unter Umständen wieder mal brauchen werden (was wir tatsächlich nie tun).
Oder weil sie so nette Erinnerungsstücke sind: das 37. Schulheft der Kindern die mittlerweile 42 Jahre sind. Oder die 17 Bierdeckel aus dem ersten Backpacker-Urlaub, der auch länger her ist als dein damaliges Alter…
Ich sage nicht, dass man alle Erinnerungen wegschmeißen soll, aber braucht ihr wirklich alle 17? Und werden die gebrauchten Plastikhüllen und Strickmuster, die seit mehreren Olympiaden unberührt in der Schuhbladen liegen, plötzlich wieder superpraktisch? (Vermutlich hast du noch gar nicht mit dem Stricken angefangen.)
Die Antwort ist meist: nein. Und vieles davon kann ausgemistet werden, und schon sieht es mit dem Stauraum in Arbeitszimmer und Gästezimmer wieder ganz anders aus.
Schritt 2: Stauraum zum Verweilen
Damit alles und noch mehr Platz hat, ist es schon sehr verlockend, die Wände von oben bis unten mit Schränken für maximalen Stauraum zupflastern. Eine bessere Idee ist es aber, ein Schritt zurückzugehen und das Ganze nochmal zu überdenken.
Vielleicht gibt es ein schönes Möbelstück, das den Job auch erledigen kann und dabei auch noch gut aussieht!
Eine Dachschräge an einer Wand drückt den Raum ohnehin nach unten. Um diesem Effekt gegenzusteuern, ist ein niedriges, längliches Sideboard, ein Konsolentisch oder eine Kommode genau das Richtige. In so einem Kasten ist viel Stauraum – ohne dass es aufdringlich und wuchtig wirkt.
Die Ablagefläche dient gleichzeitig als Stauraum und als dekoratives Element. Hier hast du Platz für Drucker und andere Bürosachen. Obwohl diese offene Fläche praktisch genutzt wird, wirkt sie mit der schönen Oberfläche fast dekorativ.
Die Luft zwischen Sideboard und Decke lässt den Raum offener wirken.
Der Billy-Regal ist eine schnelle Lösung um die vielen Aktenordner unterzubringen.
Wie meint ihr, hat es sich ausgezahlt?

Wie meint ihr, hat es sich ausgezahlt?
Lust auf weitere Vorher-Nachher-Projekte?
Sei kreativ und bis demnächst!

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