Tischdecken für den Weihnachtsfest:
Festlicher Weihnachtstisch im skandinavischen Stil
Ok, zugegeben, ich mag’s, wenn Gäste denken: „Wow, wie kriegt sie das alles so entspannt hin?“
Die Wahrheit: Entspannt ist da gar nichts, und außerdem ist “das alles” auch nur eine Lüge, sie sehen ja nur den Tisch. Das Chaos und die Zerstörung, die im Waschraum und der Garage angerichtet wurde, sehen sie nicht. Aber natürlich, ich tue so, als wäre es mein natürlicher Lebensrhythmus, im Winter für Magazine zu dekorieren.
Hier meine erprobten Tricks für einen schön gedeckten Tisch, die du easy umsetzen kannst.

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Skandinavisch dekorieren oder nicht
Ich lasse es euch entscheiden, ob der Stil und meine Tipps skandinavisch sind oder nicht.
Ich habe mich nicht bewusst für einen skandinavischen Deko-Stil entschieden. Ein festlicher Weihnachtstisch dekoriere ich, wie es mir gefällt, nichts Besonderes, ich strebe nicht unbedingt nach einem bestimmten Stil.
Ich bekomme aber sehr oft Rückmeldungen wie, „Sehr skandinavisch!“, „Man sieht, dass du aus dem hohen Norden kommst“ (das sagen sie übrigens auch, wenn ich mich anziehe – Wollpulli ist halt am wärmsten), „Da kommt die Norwegerin wieder raus“. So sieht es
zumindest für andere wohl skandinavisch aus, für mich ist es irgendwie … normal.
Ich denke, skandinavisch ist ja auch nicht schöner oder besser als andere Stilrichtungen, aber Weihnachten ist anders. Da kann ich nicht aus meiner Haut, skandinavische Weihnachten sind das Beste!!!

Kommen wir zum Tischdecken zurück
Aber zurück zum Thema: festlischer Weihnachtstisch decken. Die Feiertage nähern sich, die Einladungen häufen sich. Die Familie muss abgeklappert werden, wer ist wann bei wem? Dann haben wir noch die Freunde, mit denen wir ausgemacht haben, dass wir uns un-be-dingt! über die Feiertage treffen müssen… Es geht uns fast allen gleich. Ist auch schön, oder?
Ich liebe es, Gäste einzuladen. Meistens laufen die Tage ineinander, und diese graue Masse wird auch Alltag genannt. Deshalb mag ich es, Gäste einzuladen, und für mich selbst und meine Gäste eine kleine Abwechslung zu bieten. Muss ja nicht viel sein, doch einfache Details haben oft große Wirkung.
Soda, jetzt geht es endlich mit den Tischdecken-Ideen los:

1. Deck den Tisch, bevor die Gäste kommen
Wir wissen alle: Sobald die Gäste ankommen, sieht der festlicher Weihnachtstisch nicht mehr so festlich aus, sondern eher wie ein Schlachtfeld. Schon vor dem Essen ist der Tisch mit Handys, Taschen und Wassergläsern “verunreinigt”. Sobald das Essen am Tisch ist, ist alles vorbei. Brotkrümel, Gläserabdrücke und die Serviette, die im Rotwein badet.
Deshalb: Den Tisch unbedingt vorher decken!
Vorteil 1:
Du hast Zeit, alles in Ruhe zu machen, und du erreichst diesen kleinen Wow-Moment, bevor das Chaos ausbricht.
Vorteil 2:
Wenn dir das Essen nicht 100 % gelingt oder der politische Streit die Stimmung zerstört – den Moment mit dem sauberen, umwerfenden Tisch, den hast du gerockt.
Tipp 1:
Je nach Anlass, stell die benötigten Gläser schon auf den Tisch. In der Regel, ein Wasserglas, ein Weinglas und vielleicht ein Digestif-Glas oder wie wir Skandinavier es gerne machen, ein “Aquavit-Glas” (Lies: Schnaps während des Essens). Sieht dekorativ aus und schafft etwas Höhe am Tisch.
Die Sache mit einem Glas für jeden Drink halte ich für übertrieben und glaub mir, jeder schafft es, Rotwein, Bier, Sekt oder Saft aus der gleichen Art Glas zu trinken. Die ganzen verschiedenen Gläser sehen nur chaotisch aus, als hättest du alle deine Gläser zusammengekratzt, um einen Tisch für sechs decken zu können.
Tipp 2:
Auch wenn du das Essen oder Teile davon direkt am Teller servieren möchtest, stell trotzdem alle Teller und Schüsseln auf den Tisch und hol sie, wenn es Zeit zum Servieren ist, lieber zurück. Sonst verpasst du einen Selbstläufer aus der Deko-Trick-Kiste (siehe Punkt 5).
Tipp 3:
Mach vorher ein Foto. Nicht, um es zu posten – sondern um dich später daran zu erinnern, dass dein Tisch mal traumhaft war. Posten kannst du es ja immer noch
Wo bekommst du ein schönes Geschirr her?
2. Stoffservietten statt Papier – weil wir jetzt erwachsen sind
Papier ist praktisch und billiger in der Anschaffung als Stoff. Aber Stoffservietten sagen:
„Ich bin jetzt erwachsen und würdige mein Alter, indem ich Stoffservietten besitze, die man bügeln muss.“
Aber vor allem sind sie hochwertiger (und umweltbewusster) und können allein den Tisch mega aufwerten. Ein festlicher Weihnachtstisch soll ja auch festlich aussehen.
Wenn du Stoffservietten im hellen Grün, Beige oder Weiß nimmst, kannst du sie das ganze Jahr verwenden.

3. Kerzen – viele Kerzen. Nein, noch mehr
Vielleicht hat es was mit dem fehlenden Tageslicht zu tun, aber skandinavisch dekorieren heißt: Kerzen, als hätten wir vergessen, dass es Elektrizität gibt.
Dicke Kerzen, dünne Kerzen, Teelichter, Stabkerzen, es ist eigentlich egal, welche Kerzen, aber ich würde immer mindestens zwei nehmen und bei einer Sorte bleiben.
Weiß geht immer, aber Grün und andere Erdtöne sind auch immer eine gute Wahl.
Dekorierst du bewusst mit einer Farbe, z.B. in Rot oder Schwarz/Weiß, kannst du diese Farbe verwenden. Eine rote Kerze, wenn die restliche Deko grün und silbern ist, kann schnell unstimmig wirken.
Hier siehst du meine besten Tipps zum Thema Weihnachtsfarben:
Echte Kerzen oder LED? Am Tisch verwendest du am besten echte Kerzen, nichts übertrifft eine echte Flamme, und LED sieht aus nächster Nähe selten elegant aus.
LED-Kerzen verwende ich gerne im Fenster, in Vitrinen oder am Regal. Auf Distanz sehen sie hier fast echt aus, sind nicht gefährlich und lassen sich oft timen oder einfach mit Fernbedienung steuern.

4. Bling statt Kitsch
Weihnachten ist die Zeit, in der Bling nicht nur akzeptiert, sondern erwünscht ist, zumindest in kleinen Mengen. Auch wenn du eher natürliche Weihnachtsdeko bevorzugst, etwas Gold, Messing oder Silber wertet auch diese Deko auf.
Aber aufpassen: Bling und Kitsch sind nicht das Gleiche, und die Grenze ist oft schwammig. Bling ist ok – Kitsch eher nicht so.
Im Grunde genommen nimmst du natürlich immer das, was dir gefällt. Aber wenn du dir beim Unterschied unsicher bist, hier ist eine Entscheidungshilfe:
a) Tannenzweige in einer Vase statt fertiger Billigdekoration
Bling: Ein paar Tannenzweigen in einer Glasvase, vielleicht mit 2-3 eleganten Anhängern.
Kitsch: Kleine Bäume im Topf fertig dekoriert mit Plastikschleifen und Mini-Kugeln.
b) Griffige Stoffe – statt Comic-Weihnachtsmann
Bling: Karomuster oder einfärbig ist klassisch schön, Loden und Wolle wirken warm und hochwertig, griffiger Strick: Hygge pur.
Kitsch: Bedruckte Textilien mit Zeichentrick-Weihnachtsmännern oder Rentieren.
c) Einfärbige Stoffservietten statt bunter Papiermotive
Bling: Stoffservietten oder hochwertige Servietten einfärbig oder schlichtes Weihnachtsmuster.
Kitsch: Papierservietten mit Sprüchen oder benannte “Zeichentrick”-Motive. Nur weil irgendwo ein „Ho Ho Ho“ geschrien wird, ist es noch lange keines Weihnachtstisches würdig.
d) Schlichte Deko aus Glas, Metall, Papier oder Holz
Bling: Ein paar elegante Objekte reichen völlig – ein Stern in Gold, Messing oder Silber, ein Weihnachtsbaum in Holz oder Papier, schlichte Glaskugeln.
Kitsch: Bunte Ramschfiguren in unmöglichen Farben. Es hilft nicht, dass die Figuren aus Keramik oder Porzellan sind, es ist Weihnachten, kein Kindergeburtstag.
e) Kerzenständer und Kerzen – gern Lichterketten (aber bitte nicht am Tisch!)
Bling: Kerzen und Kerzenständer. Hier geht fast alles.
Kitsch: Lichterketten. Ich meine jetzt am Tisch oder in einer Vase o.Ä. Lichterketten sind nett in Girlanden oder irgendwo als Deko, aber nicht am Weihnachtstisch.
Bunte und blinkende Lichterketten sind immer kitschig, egal, wo du sie hinlegst. Außer in der Mülltonne oder ganz weit unten in der Weihnachtsdekobox, die nie wieder aus der Garage rauskommt.
f) Farben und Materialien nach Plan
Bling: Die ganze Weihnachtsdeko in 2-3 stimmigen Farben, passend zur Einrichtung.
Kitsch: Ein roter Weihnachtsstern mit Glitzer hier, zwei hellblaue Strick-Weihnachtsmänner dort, ein Adventkranz in Lila und Gold auf einem Tischtuch mit buntem Weihnachtsmotiv, daneben drei mintgrüne Glaskugeln … Ich denke, du verstehst, wohin ich will.

5. Mindestens zwei Teller pro Person – auch wenn’s unnötig wirkt
Keine Ahnung, wer damit angefangen hat, aber es ist der einfachste und effektvollste Tischdeko-Trick aller Zeiten:
Ein Suppenteller oder Vorspeisenteller auf einen Platzteller oder Speiseteller. Es ist so einfach, aber sieht super-raffiniert aus. Viel Geschirr zum Abwaschen? Vielleicht, aber wie oft hast du Gäste, jetzt mal ehrlich?
Hier darfst du oder solltest sogar Teller bzw. Farben mischen.
Du planst keine zwei Gänge? Dann ist die Schüssel obendrauf als Salatschüssel gemeint, oder der Unterteller ist aus Holz oder Rattan und dient als Untersetzer.

6. Deko fürs Besteck – kleines Detail, große Wirkung
Ich werde oft gefragt, soll das Besteck neben oder auf dem Teller drauf liegen? Hei, es ist eine freie Welt, mach, was dir gefällt.
Ich folge jedoch meist diesen Regeln:
Flacher Teller = Besteck auf Teller, aber auf die Serviette.
Schüssel auf Teller = Besteck neben Teller, aber Serviette in Schüssel.
Aus irgendeinem Grund lege ich selten Messer und Gabel gemeinsam neben den Teller. Es hat keinen bestimmten Grund, außer, dass ich es so meist schöner finde.
Aber, hier der Mega-Clou:
Wenn du das Besteck auf den Teller legst, dekoriere mit einem kleinen Tannenzweig, einem kleinen Weihnachtskeks, Schleife o.Ä. Hauptsache klein und schlicht. Mit diesen Tipps hast du den Tisch nicht gedeckt, sondern dekoriert. Die Gäste werden abheben.
Bonus-Idee:
Dünnes, naturfarbenes Bäckergarn oder Samtband um die Serviette – fertig.

7. Niedrige Tischdeko – Social-Distancing ist wieder out
Die Deko in der Mitte des Tisches sollte niedrig bleiben, damit jeder problemlos über die Deko sehen kann. Eukalyptusäste, Tannenzweige, Bänder aus Seide, ein paar Kerzen – mehr brauchst du nicht.
Aufpassen, planst du Essen auf den Tisch zu stellen, solltest du dafür Platz bei der Deko miteinplanen. Wenn du den Tisch sorgfältig dekoriert hast, wäre es schade, die Deko wegräumen zu müssen.
Tipp: Verwende Kuchenplatten mit Fuß oder Etagere für das Essen, dann liegt die Deko ungestört drunter.
Der Adventskranz oder ein Fertiggesteck ist keine Tischdeko für einen richtigen Festtagstisch.
Ein schnelles Rezept:
- einige Tannenzweige
- unterschiedlich hohe Kerzenhalter (in einer Gruppe oder verteilt)
- ein paar elegante Mini-Weihnachtsdekostücke aus Holz oder Glas
- fertig!
Zum Tisch! Oder brauchst du mehrere Deko-Ideen? Dann geht es hier weiter:

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