DIY für das Homeoffice:
Bildschirm malen
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Der Bildschirm oder Monitor bleibt für mich eine Liebe/Hass-Beziehung, du kannst nicht ohne sie leben, aber schön sind sie in der Regel auch nicht. Du kannst aber was dagegen tun. Es ist durchaus möglich den Bildschirm zu färben, damit er zu der Einrichtung passt. Ich habe es für dich ausprobiert, so geht es.
Homeoffice ist und bleibt angesagt und spätestens nach Corona hat wohl jeder ein kleines Eckchen eingerichtet, wo du gut und bequem zu Hause arbeiten kannst. Und hier sollte idealerweise einen Bildschirm stehen. Ich weiß, oft problematisch. Dieser schwarze Elektronik-Kunststoff passt in keiner Einrichtungsstil rein, von Schöner Wohnen sind wir weit entfernt.
Ganz zu schweigen von dem leichten Graustich, der sich schon 5 Minuten nach dem Staubwischen wieder bildet. Das passt doch zu keiner Einrichtung. Ich will aber trotzdem, dass es schön aussieht. Also habe ich mich entschieden, die Bildschirme zu färben.
Da ich ja in einem Dauer-Homeoffice-Zustand lebe, habe ich womöglich einen Vorsprung, denn ich habe bereits einen Raum, wo ich meine Arbeit uneingeschränkt ausleben kann.
Hier fühle ich mich wohl, die Farben und Materialien passen für mich und der Raum erfüllt alles, was ich an technischen und praktischen Ansprüchen habe.
Aber … Es gibt doch immer ein „Aber“, oder nicht? Die Bildschirme. Die ewige Liebe/Hass-Beziehung, du kannst nicht ohne sie leben, aber schön sind sie in der Regel auch nicht.
Der Unterschied zwischen Büro und Foto-Set ?!?!
Nur so nebenbei, das muss ich euch erzählen. Ich habe vor kurzem einen Artikel gelesen/gesehen, mit einer Sammlung von Berühmtheiten, die ein Bild von sich im Homeoffice gepostet haben. Einige hatten eine richtige Büro-Situation am Laufen, viel Papier, Kugelschreiber, Kaffeetasse etc. So wie das Büro halt so ist. Ich habe nichts zu meckern.
What the f…? Irgendwer muss denen sagen, dass das kein Büro ist.
Dann gab es die mit einem superstylischen Schreibtisch, klinisch gereinigt, keine Spur von irgendwas, was im entferntesten Sinne mit Arbeiten zu tun hat, einem einsamen Laptop, der nicht unbedingt eingeschaltet war, sitzend in einer sehr unnatürlichen bis leicht seltsamen Schreibtischhaltung. What the f…? Irgendwer muss denen sagen, dass das kein Büro ist. So arbeitet man nicht an einem Schreibtisch. Das nennt sich „für ein Bild posen“ und sollte nicht mit Büroarbeit verwechselt werden! Das Bild ist ja schön geworden, versteh mich nicht falsch, aber von der Realität waren wir halt meilenweit entfernt …
Kurz gesagt, wenn du alles aus deinem Büro wegnimmst, das nicht schön stylisch aussieht, hast du ein schönes Bild, aber kein Büro und jeder weisst, das du vermutlich nie in einem Büro gearbeitet hast.
Das habe ich halt loswerden müssen 🫣😆
So jetzt wieder zurück zum Thema:
Du brauchst einen Bildschirm
Warum ich dich auf diese Detour mitgenommen habe bzw. was ich sagen will, ist Folgendes: nach 20 Jahren als Büromensch kann ich nur sagen:
-
- Wo gearbeitet wird, fallen Späne, bin mir jetzt gar nicht mehr sicher, ob der Spruch so geht, aber in einem Büro, liegen halt Bürosachen herum, das lässt sich kaum vermeiden.
- Und hier kommt, worum es hier geht: zum Arbeiten brauchst du einen guten, großen Bildschirm.
Früher habe ich einen großen Bildschirm für große Reports und Aufstellungen gebraucht, jetzt brauche ich sie für Bildbearbeitung und Design. Es erleichtert die Arbeit enorm.
Auf der anderen Seite bin ich schon immer eine Befürworterin von kleinen Laptops gewesen. Sie sollen leicht sein und in die Handtasche passen, damit ich ihn auch tatsächlich mitnehmen kann. Dafür brauche ich zu Hause einen großen Bildschirm und Tastatur, wo die richtige Arbeit passiert.

Black is beautiful, aber …
Die meisten Bildschirme sind schwarz. Und bevor das hier sich in eine politisch korrekte Debatte entwickelt, schwarz ist schön! Jedoch ist dieser schwarze Elektronik-Kunststoff in der Interieur-Welt oft sehr schwierig. Ausser es ist von Kartell o.Ä. ist das Kunststoffmaterial ist selten ein Interieur-Highlight. Ausserdem passt diese schwarze Viereck mit Kabeln in allen Richtungen gerade zu einem dystopischen Sci-Fi-Film, nicht in Architectual Digest.
Natürlich gibt es auch Bildschirme in anderen Farben, doch dann hast du vielleicht auch noch ein paar technische Ansprüche oder preisliche Rahmen und schon schränkt sich die Auswahl wieder ein. Ich will aber trotzdem, dass es schön aussieht. Also habe ich mich entschieden, die Bildschirme zu pimpen a.k.a. die Monitore zu lackieren.

So passt dein Bildschirm zur Einrichtung
Achtung: Diese Anleitung kann dazu führen, dass eine eventuelle Garantie auf deinen Bildschild entfällt.
Es ist in der Tat möglich, deinen Bildschirm in einer passenden Farbe zu färben. So, dass er nicht wie ein dunkler Fleck mitten im Büro wirkt. Es geht so:
1. Bildfläche abdecken
Bevor du loslegst. Das wichtigste ist natürlich, die Bildschirmfläche mit Malerkrepp und Zeitungspapier o.Ä. zu überkleben. Und hier solltest du gründlich sein. Der feine Sprühnebel schwebt durch die kleinsten Öffnungen.
Solltest du trotzdem was übersehen haben, lässt sich die Farbe in der Regel mit Wasser wegwischen. Einfach geduldig sein, bis die Farbe viel Feuchtigkeit aufgenommen hat, dann löst sie sich von der Bildfläche. Bitte keine aggressiven Putzmittel oder gar Pinselreiniger verwenden!! Das kann die Bildschirmoberfläche zerstören. Wenn Wasser nicht hilft, kannst evtl. vorsichtig mit einem Glasschaber versuchen, die Farbe abzukratzen. Aber vorsichtig, die Bildfläche ist weicher als man denkt.

2. Eingänge zukleben
So bald die Bildfläche abgedeckt ist, musst du dich um die anderen Öffnungen kümmern und alle Eingänge zukleben oder mit Watte gut, aber vorsichtig befüllen. HDMI, USB, Scart, Strom …

3. Lüftung zukleben
Irgendwo auf dem Bildschirm sind immer Lüftungsrillen oder -Löchern. Die sind manchmal schwer zu verkleben.
Wenn möglich, solltest du schauen, ob die Abdeckung komplett vom Rest des Bildschirms abmontieren kannst. Vielleicht sind sie einfach geschraubt oder festgeklickt.
Sonst ist es am einfachsten die Rillen abzukleben. Sie werden dann zwar nachher schwarz, aber du kannst sie später mit etwas Farbe und einem kleinen Pinsel bemalen.
Sind die Rillen unten sind, sind sie eh nicht sichtbar, in dem Fall würde ich sie einfach lassen.

4. LED-Lichter adecken
Oft sind die LED-Lichter so klein und filigran, dass es unmöglich ist, sie abzukleben.
Möglichkeit 1: Nimm einen nicht-wasserfesten Stift, z. B. Kreidemarker für Tafeln oder Tippex-pen oder Kindertusche. Mit diesem zeichnest du über die LED-Lichter. Nach dem Färben kannst du sie dann einfach „freiwischen“ mit einem feuchten Tuch.
Möglichkeit 2: Wenn du eine helle Farbe für deinen Bildschirm ausgesucht hast, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass die Farbe das LED-Licht durchlässt. Zwar nicht mit dem gleichen Kontrast, aber sichtbar. D. h. du musst vielleicht die Lichter gar nicht abdecken.

5. Fuß abmontieren
Grundsätzlich alles, was sich einfach vom Monitor abmontieren lässt, solltest du auch abmontieren. So vermeidest du, dass bei einem verstellbaren Fuß, dass nicht gefärbte Flecken sichtbar werden, wenn du den Bildschirm anders einstellst. Ausserdem musst du somit womöglich weniger abkleben und du vermeidest Flächen zu lackieren, wo keine Farbe hingehört.

6. Kleiner Tipp: Artikkel Nr. abfotografieren
Die Bildschirm-Details (Artikelnummer, Marke etc.) kannst du, wenn du sie behalten willst, auch überkleben. Oder, falls sie dich stören, einfach färben. Falls du dich allerdings für die letztere Möglichkeit entscheidest, solltest du vor du den Bildschirm die Info lackierst abfotografieren und das Bild an einem sicheren Ort speichern. Diese Info kann nützlich sein, falls du später noch im Internet nach einer Gebrauchsanleitung, Treiber o. Ä. suchst.

7. Los geht's
Da der Bildschirm in der Regel Unmengen an kleinen Ecken und Kanten hat, habe ich eine Sprayfarbe verwendet. Pinsel und Farbe gehen natürlich auch. Aber da die Oberfläche meist sehr glänzend und glatt ist, solltest du auf jeden Fall eine Farbe nehmen, die sehr schnell trocknet. Sonst ist die Gefahr, dass die Farbe rinnt.
Aus dem gleichen Grund solltest du auch 2–4 ganz dünne Schichten mit Farbe auftun und zwischendurch der Farbe Zeit zum Trocknen geben.
Folge den Angaben für die Trockenzeit, wie es auf der Farbe steht. Die Farbe sollte idealerweise innerhalb von Minuten überspraybar/überstreichbar sein.

8. Fertig
Normalerweise empfehle ich immer den Malerkrepp oder die Abklebung gleich nach dem Streichen abzureissen. Hier machen wir eine Ausnahme. Eine Kratze oder Fingerabdruck o.Ä. ist im Nachhinein schwieriger wieder herzurichten, als bei einem Holzmöbel oder eine Wand. So in diesem Fall solltest du abwarten bis die Farbe stoßfest getrocknet ist, bis du die Abklebungen abnimmst. Dann montierst du den Bildschirm wieder vorsichtig zusammen und stellst ihn hin.
Voilá! Jetzt kannst du deinen „neuen“ schönen DIY Bilschirm genießen.

Upgrades für einen noch schöneren Bildschirm
Falls du noch einen Schritt weitergehen willst, gibt es ein paar Sachen, die du machen kannst, um deinen Bildschirm schlichter wirken zu lassen.
♦ Kabel austauschen. Weiße Kabel sehen freundlicher aus als schwarze.
♦ Kabel sorgen generell für Unruhe, ziehe überflüssige Kabel entweder unter den Tisch oder häng sie auf der Rückseite vom Bildschirm auf.

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